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Materialien· 8 min Lesezeit

PLA, ABS oder PETG? Der Material-Guide aus der Werkstatt

Die Materialwahl entscheidet über Erfolg oder Frust eines 3D-Druck-Projekts. PLA, ABS und PETG sehen auf der Spule fast gleich aus, verhalten sich im Einsatz aber völlig unterschiedlich. Was davon in Ihr Projekt gehört, lässt sich meist in einer Minute klären.

PLA, ABS oder PETG? Der Material-Guide aus der Werkstatt

PLA: der präzise Allrounder

PLA (Polylactid) ist maßhaltig, verzugsarm und liefert die sauberste Oberfläche der drei Materialien. Für Anschauungsmodelle und Prototypen, bei denen es auf Optik und Passgenauigkeit ankommt, drucken wir fast immer PLA. Die Schwäche kennt jeder, der mal ein PLA-Teil im Sommer im Auto liegen ließ: Ab etwa 55–60 °C wird es weich. In Maschinennähe hat es deshalb nichts verloren.

ABS: robust und hitzebeständig

ABS hält Dauertemperaturen bis etwa 90 °C aus und ist schlagzäh. Bohren, Schleifen und Kleben verträgt es problemlos. Der Haken: Beim Drucken neigt ABS zu Verzug, weshalb es bei uns nur in geschlossenen Bauräumen läuft. Wenn ein Ersatzteil an einer warmen Maschine sitzen soll, ist ABS trotzdem fast immer die erste Wahl.

PETG: der zähe Kompromiss

PETG lässt sich beinahe so einfach verarbeiten wie PLA, steckt aber Chemikalien und Witterung deutlich besser weg. Es ist zäher als PLA und bleibt bis rund 75 °C formstabil. Auch lebensmittelechte Varianten gibt es. Halterungen für draußen? Ein Behälter, der Reinigungsmittel abkriegt? Dann PETG.

Unsere Empfehlung nach Anwendung

Im Zweifel beraten wir kostenlos vor dem Angebot, mit Materialmustern in der Hand.

  • Anschauungsmodell, Designstudie → PLA
  • Ersatzteil an Maschine oder im Fahrzeug → ABS
  • Outdoor, Feuchtigkeit, Chemiekontakt → PETG
  • Dichtung, Puffer, flexibles Element → TPU
  • Feinste Details, glatte Sichtflächen → SLA-Resin
#PLA#ABS#PETG#Materialien

Fragen zu Ihrem Projekt?

Wir beraten kostenlos zu Material, Verfahren und Kosten – Angebot innerhalb von 24 Stunden.

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